SPOT ON | KUNST & BÜHNE

11.08.17
Hans Op de Beeck, THE GARRET, 2013, Rauminstallation (Holz, Glas, Farbe, Gips, Pigment, Epoxidharz, Stahl) 3,04 x 2,66 x 2,51 m, © Hans Op de Beeck
 

Spot On
Kunst & Bühne

In Spot On diesmal das Thema Kunst und Bühne. Dazu haben wir den belgischen Künstler Hans Op de Beeck beim Aufbau seiner Ausstellung besucht, Jonathan Meese und den Kostümdesigner Thomas Oláh in Wien getroffen sowie Markus Hinterhäuser in Salzburg und Tomas Zierhofer-Kin in Wien interviewt. Beide debütieren heuer als Intendanten der großen Festivals Salzburger Festspiele und Wiener Festwochen. Lesen Sie hier begleitend unseren Guide aktueller Höhepunkte im Bühnenkalender sowie relevanter Institutionen wie beispielsweise die Dekorationswerkstätte ArtforArt.

 

Opernkrimi bei der Oper im Steinbruch St. Margarethen
bis 19. 8. 2017

Giuseppe Verdis „Rigoletto“ feiert am 12. Juli auf einer der eindrucksvollsten Freilichtbühnen Europas in einer spektakulären Neuinszenierung seine Premiere. Der international renommierte Regisseur Philippe Arlaud wird Verdis „Rigoletto“ bei der Oper im Steinbruch 2017 neu inszenieren. Mit Anja Bihlmaier übernimmt erstmals eine Dirigentin die musikalische Leitung der Oper im Steinbruch. In die Rolle der Gilda schlüpfen Elena Sancho Pereg und Tatiana Larina. Für die Titelrolle des Rigoletto konnten mit Vladislav Sulimsky und Davide Damiani zwei hervorragende Künstler gewonnen werden. In der Rolle des Herzogs werden Yosep Kang, Arthur Espiritu und Jesus Leon zu hören sein.

Termine 
bis 19. 8. 2017, 20.30 Uhr
Tickets: Ticketbüro pan.event
T +43 2682 65 0 65
tickets@panevent.at
Mehr Informationen:
www.operimsteinbruch.at

 

Academia Vocalis
bis 29. 8. 2017

Internationale Meisterkurse & Konzerte für Gesang laden bis 29. 8. 2017 nach Wörgl zur Academia Vocalis. Die international geschätzte und renommierte Kultureinrichtung Academia Vocalis, kann auch im 29sten Jahr ihres Bestehens, mit einer Fülle an international geschätzten Meisterkursen und Konzerten aufwarten. Die Verantwortlichen wissen, worauf es bei der Ausbildung junger SängerInnen ankommt – nämlich neben Talent, auf Top-Qualität bei der Auswahl der Referenten. Das Ergebnis wird neben weiteren Konzerthighlights einem internationalen Publikum präsentiert. Ein Podium für junge, aufstrebende Künstler für ein eindrucksvolles, wie stimmgewaltiges Gesangsspektakel.

Academia Vocalis
T +43 5332 75660
M +43 664 240 32 16
gabi@gma-pr.com
www.academia-vocalis.com

 

Grafenegg Festival

Das 11. Grafenegg Festival eröffnet am 18. August mit Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“ in einer konzertanten Fassung am Wolkenturm. Das Festival erstreckt sich über vier Wochenenden bis zum 10. September. Zu Gast sind in diesem Jahr internationale Orchester, wie die Wiener Philharmoniker mit Daniel Harding, die Münchner Philharmoniker mit Chefdirigent Valery Gergiev, das Pittsburgh Symphony Orchestra, die St. Petersburger Philharmoniker und mit dem Shanghai Symphony Orchestra auch erstmals ein Orchester aus China. Darüber hinaus konnten hochkarätige Solisten wie der Violinist Maxim Vengerov oder der Pianist Daniil Trifonov für Konzerte gewonnen werden. Diesjähriger Composer in Residence ist der amerikanische Komponist und Dirigent Brad Lubman, der auch als Lehrender das Festival 2017 maßgeblich prägt. Programmatisch nimmt das Schaffen Gustav Mahlers einen besonderen Stellenwert ein, für das der Pianist Rudolf Buchbinder seit Beginn des Festivals in seiner Funktion als künstlerischer Leiter verantwortlich zeichnet: „Grafenegg ist heute für mich der Beweis dafür, was Musik leisten kann. Sie wird gespielt, gehört und entfaltet so eine unglaubliche Kraft, die Menschen verbindet, Räume entstehen lässt und ganze Regionen nachhaltig belebt und begeistert.“

Schloss Grafenegg
3485 Grafenegg 10, Österreich
T +43 (0)2735 5500
www.grafenegg.com

 

BOSCH ON STAGE
Hieronymus Bosch: Das Wiener Weltgericht
ab 22. November 2018

Zeitgenössisches Theater trifft auf ein Meisterwerk der Kunstgeschichte

Im Sommer 2017 übersiedelt die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien für drei Jahre aus dem Gebäude am Schillerplatz, das saniert wird, in das Palais Lobkowitz, welches heute das Theatermuseum beherbergt. Aus dem Anlass der Neupräsentation der Schausammlung im November 2017 in der Beletage des Palais Lobkowitz wird das 2016 entstandene Theaterstück Hieronymus Bosch, das der Faszination nachspürt, die das Werk des Malers bis heute auslöst, in einer eigens für Wien neu geschriebenen Fassung aufgeführt. Regie führt der Autor und in Wien aktive Regisseur Jérôme Junod in Koproduktion mit dem durch interkreative Produktionen bekannten und etablierten Salon5. Bisher hat es in Österreich eine derartige Cross-over-Kooperation noch nie gegeben: ein Theaterstück, das eigens für ein Meisterwerk der Kunstgeschichte inszeniert wird. Mit „Bosch on stage“ verbindet sich zeitgenössisches Theater in einzigartiger Weise mit einem Highlight der Kunst um 1500. Theater und Museum gehen eine spannende Symbiose ein – und das in einem barocken Wiener Palais. Die Aufführungen finden im Eroica-Saal statt, direkt gegenüber Bosch’s Weltgerichstriptychon.

BOSCH ON STAGE
Hieronymus Bosch: Das Wiener Weltgericht

Premiere 22. November 2017
Kartenvorverkauf ab September 2017
gemgal@akbild.ac.at
www.akademiegalerie.at

 

Saison der Neuen Oper Wien 2017/18

3 Produktionen – 3 Spielorte!

Antilope: Halle E, November 2017

Quiet Place: Kammeroper, März & April 2018

Ficus: Werk X, Juni 2018

www.neueoperwien.at

 

Vienna Biennale: Roboter. Arbeit. Unsere Zukunft
bis 1. Oktober 2017

Die Vienna Biennale thematisiert in ihrer zweiten Auflage Menschsein, Arbeiten und nachhaltige Nutzung von Robotik und künstlicher Intelligenz im digitalen Zeitalter. Mit den Mitteln von Kunst, Design und Architektur festigt die weltweit erste Mehrspartenbiennale Wiens Ruf als Stadt zeitgenössischer Kunst. Die Stadt Wien fördert als Kulturpartner zahlreiche Veranstaltungen aus den Bereichen Musik, Theater, Kabarett, Film, Literatur und bildende Kunst.

www.kultur.wien.at

 

Mozartwoche 2018
26. Jänner – 4. Februar 2018

Es gehört zur Tradition der Mozartwoche, das Werk Mozarts aus immer wieder anderen Blickwinkeln und mit den besten Mozart-Interpreten unserer Zeit zu präsentieren. 2018 wird die Mozartwoche mit einer Neuinszenierung der „Entführung aus dem Serail“ unter René Jacobs und in der Regie von Andrea Moses eröffnen. Die Wiener Philharmoniker werden unter der Leitung von Alain Altinoglu, Robin Ticciati und Valery Gergiev zu erleben sein. Die große Bandbreite der Mozart-Interpretation zeigen außerdem zahlreiche Solisten und Ensembles wie Daniel Barenboim, András Schiff, Robert Levin, Piotr Anderszewski, Marlis Petersen, Anna Lucia Richter, das Schumann Quartett oder das B’Rock Orchestra. Jörg Widmann wird als Komponist, Dirigent und Klarinettenvirtuose Mozarts Werk im Spiegel der zeitgenössischen Musik präsentieren.

Stiftung Mozarteum Salzburg
Theatergasse 2, A-5020 Salzburg
T +43 662 87 31 54
tickets@mozarteum.at
www.mozarteum.at

 

Wiener Festwochen

Diesen Mai und Juni gingen die Wiener Festwochen abermals sehr erfolgreich über die Bühne. Unter ihrem neuen Intendanten Tomas Zierhofer-Kin präsentierten die Festwochen als „spartenübergreifendes Kunstfestival in der Stadt“ unterschiedlichste Künstler und Genres, von Theater über Performance bis zu Tanz. Zu den Programm-Highlights gehörten die Uraufführung von „Mondparsifal Alpha 1–8 (Erzmutterz der Abwehrz)“ im Theater an der Wien, einer Oper des österreichischen Komponisten Bernhard Lang nach Richard Wagners „Parsifal“ in einer Inszenierung des deutschen Künstlers Jonathan Meese. Die britische Regielegende Peter Brook beschäftigte sich in „Battlefield“ mit dem indischen Epos „Mahabharata“ und Schauspielstar Jude Law spielte in „Obsession“ unter der Regie von Ivo van Hove. Die Wiener Festwochen waren zudem mit diversen Performances auch im öffentlichen Raum präsent. Als neues Format wurde das Performeum entwickelt. Die Wiener Festwochen 2018 werden von 11. Mai bis 17. Juni stattfinden.

www.festwochen.at

 

ARTforART

Perfekte Illusion aus der Dekorationswerkstätte

Besonders kurz vor den Premieren der großen Wiener Bühnen geht es im Objekt 19 des Arse­nals turbulent zu. 150 Mitarbeiter sind beinahe rund um die Uhr beschäftigt, Kulissen und Prospekte zu malen, Bauteile und Möbel herzustellen und die Vorgaben der Bühnenbildner möglichst gut umzusetzen. „Die Bandbreite ist groß – sie reicht von vagen Vorstellungen bis zu ganz präzisen Skizzen und Entwürfen“, erzählt Mag. Paul Zündel, der Leiter der Dekorationswerkstätten, und „es gibt so gut wie immer Spielraum für Interpretation.“ Zündel ist selbst Künstler und Bühnenbildner, dazu kommen mehr als 40 Tischler, etliche Bildhauer, Maler, Schlosser und Monteure, die alle gemeinsam an die 40 Produktionen pro Jahr auf Wiener Bühnen bringen, die nicht selten danach als Gesamtkunstwerk auf Tournee gehen. Zusätzlich dazu werden internationale Aufträge abgewickelt. So war ARTforART beispielsweise schon mehrmals in den großen Opernhäusern von Ma­drid, Paris oder im norwegischen Bergen engagiert.

ARTforART Theaterservice GmbH
Goethegasse 1
1010 Wien
T +43 1 51444-0
office@artforart.at

 

Erlebnisburg Hohenwerfen
Eine Zeitreise ins Mittelalter

Erhaben thront die mächtige Burg Hohenwerfen über dem Salzachtal: Über die Jahrhunderte hinweg war sie Verteidigungsanlage und Gefängnis. Als eines der besterhaltenen Bauwerke des späten Mittelalters bietet sie spannende Einblicke in Baugeschichte und Burgleben. Die spektakulären Vorführungen mit heimischen Greifvögeln zählen zu den Besucher-Highlights. In der Sonderausstellung 2017 „Leonardo da Vinci – Die geheimnisvolle Welt des Genies“ tauchen Besucher im historischen Zeughaus in die Welt des Wissenschaftlers Leonardo da Vinci ein. Fluggeräte, Maschinen und Hologramme vermitteln wie seine kühnen Visionen bis heute die Welt der Technik prägen.

Erlebnisburg Hohenwerfen
Burgstraße 2
5450 Werfen
T +43 (0) 662 84 61 81
www.salzburg-burgen.at

Öffnungszeiten bis 12. 11. 2017
Mai–Sept. täglich 9–17 Uhr
17. 7 – 20. 8: täglich 9–18 Uhr
Okt. & Nov.: Di–So. 9.30–16 Uhr

Lesen Sie mehr in unserer aktuellen PARNASS Ausgabe 2/2017!

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