Roland Kollnitz/ Hermann Bayer – Zufallsbekanntschaft

25.06.17

Mit der Ausstellung setzte Kurator Harald Krejci zwei unterschiedliche Künstler in Dialog. Ausgangspunkt war das Werk des 2012 verstorbenen Malers Hermann Mayer, dass hier erstmals posthum in einer Ausstellung gewürdigt wird. Das Display dazu – gleichsam um die Arbeiten des Künstlers noch stärker in den Fokus zu rücken schuf Roland Kollnitz. Seine minimalistischen und fragilen Installationen stellen einerseits einen raumgreifenden Werkkomplex für sich da als das sie im Zusammenspiel mit den Leinwandbildern Bayers einen spannenden Diskurs anregen. 25 Bilder sind insgesamt eingebettet in die Installation von Kollnitz aus Objekten und Skulpturen, die insgesamt den Eindruck einer Ateliersituation simulieren. Besonders ist, dass Kollnitz auch die beiden Innenhöfe im Souterrain des Museums bespielt und so damit den Raum erstmals nach beiden Seiten hin öffnet. Hermann Bayer ist ebenso wie der derzeit im MUSA ausgestellte Jorg Hartig, einer der wenigen Pop Art Künstler Österreich, dessen Werk allerdings weitgehend in der Kunstszene unbekannt geblieben ist. Umso bemerkenswerter ist nun die vor allem für die österreichische Kunstgeschichte interessante Schau von Harald Krejci, die einmal mehr aufzeigt, dass es neben der bekannten Dokumentation der österreichischen Kunst nach 1945 viele „Nebenschauplätze“ gibt,  in denen sich Künstler wie Bayer stark an der internationalen Kunst orientierten und daraus ihre eigene Formensprache entwickelten.