Ringturmverhüllung 2017

15.05.17

Das was ein wenig aussieht wie eine Tourismuswerbung für unser westliches Nachbarland oder die Kulisse aus dem Kinderfilm Jim Knopf, ist die kunstvolle zehnte Verhüllung des Wiener Ringturms durch den serbischen Künstler Mihael Milunović. Mit dem Titel „Weitblick“ holt er die Berge in die Stadt. Die Ringturmverhüllung ist eine Initiative des Wiener Städtischen Versicherungsvereins, Hauptaktionär der Vienna Insurance Group (VIG). Die künstlerische Verhüllung soll nichts Geringeres symbolisieren als den grenzüberschreitende kulturellen Dialog. 2017 jenen zwischen Serbien und Österreich. Ob dazu Berge zu überwinden sind, oder ob das Motiv rein formalen Charakter hat, mag jeder interpretieren wie er will. Tatsache ist, dass die Auswahl der Gastländer auch die wirtschaftliche Bedeutung der südosteuropäischen Republik für den Konzern Vienna Insurance Group unterstrichen werden soll, die Wiener Städtische osiguranje a.d.o. Beograd, Vienna Insurance Group hat sich zu einem der führenden Versicherungsunternehmen des Landes entwickelt. Demenstprechend erfreut ist auch der Vorstandsvorsitzende Günter Geyer über die Wahl des Künstlers: „Wir freuen uns, dass der serbische Künstler Mihael Milunović die zehnte Ringturmverhüllung umsetzt. Ihn mit dieser Aufgabe zu betrauen, ist Ausdruck unserer Wertschätzung gegenüber seiner künstlerischen Arbeit und der engen Verbundenheit zu unserem Partnerland Serbien“.

Mihael Milunović
Der 1967 geborene Belgrader Mihael Milunović stammt aus einer Künstlerfamilie. Er studierte an der Belgrader Fakultät für bildende Kunst und anschließend an der École Nationale Supérieur des Beaux-Arts in Paris. Seine Arbeiten sind multidisziplinär und umfassen eine große Bandbreite an unterschiedlichen Ausdrucksweisen – von Malerei, Zeichnung und Fotografie bis hin zu Skulpturen und Installationen. Für den Künstler, der selten direkte Anspielungen auf die Realität macht, ist der Berg ein Sehnsuchtsmotiv und fungiert als Projektionsfläche für individuelle Ziele und Prinzipien, die wir im Leben verfolgen: In meinem Bild ‚Weitblick‘ geht es mir um das Individuum und sein Verhältnis zur Gruppe, getrieben von seinem Streben nach Transzendenz. Der rote Zug, der den blauen Berg hinauffährt, ist eine Allegorie auf Zusammenhalt und Durchhaltevermögen – Eigenschaften, die sich beim Erklimmen eines steilen Berges als hilfreich erweisen. Die Standseilbahn ist sozusagen das Vehikel zur Selbsterkenntnis. Wichtig ist mir die Antenne auf der Spitze des Berges – sie soll die Bereitschaft versinnbildlichen, positive Energie mit anderen zu teilen“. 

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