PARNASS Rundgänge | viennacontemporary ZONE1

20.09.17
 
Die ZONE1 hat sich als bewährtes Format für die Präsentation junger Künstler etabliert und bietet auch dieses Jahr eine Reihe innovativer Projekte. Die Auswahl der Künstler erfolgte 2017 von Marlies Wirth, Kuratorin am MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst in Wien. Sie gibt anhand von zehn Positionen einen Einblick in die Bandbreite junger zeitgenössischer Kunstproduktion in und aus Österreich. „Ich  persönlich finde Formate wie die ZONE1, wo man Einzelpositionen im Rahmen einer Messe zeigen kann, sehr wichtig. Es ist eine Plattform sowohl für Sammler wie auch Kuratoren, um Positionen zu entdecken.“ PARNASS gibt in ausgewählten Rundgängen und Gesprächen Einblick!

Donnerstag, 21 September, 17 Uhr

PARNASS – ZONE1
Rundgang und KünstlerInnentalks
mit Sarah PICHLKOSTNER, Theresa EIPELDAUER und
Thilo JENSSEN

Sarah PICHLKOSTNER I Galerie Hubert Winter

Die Künstlerin Sarah Pichlkostner (Galerie Hubert Winter) arbeitet für ihre Präsentation in der ZONE1 an ihren zuletzt in der Galerie Hubert Winter gezeigten fiktiven Charakteren „KUY und KAY“ weiter, die sie aus ihrer Beschäftigung mit Apps zur Selbstoptimierung entwickelt hat. Wie ein „Echo“ der beiden aus der Vergangenheit soll sich ein dritter, neuer Charakter hinzugesellen, der sich in der Reflexion über den Gedanken der Optimierung mit dem Gefühl der Eifersucht befasst. Ihre Form finden die konzeptuellen Figuren in skulpturalen Settings aus Metallstangen und Spanngurten, die einen ambivalenten Schwebezustand einnehmen.

Theresa EIPELDAUER I Galerie Krobath
Mit ihrem Interesse für den Bereich Druckgrafik entwickelt die Künstlerin Theresa Eipeldauer (KROBATH) in unterschiedlichen Techniken, wie Siebdruck auf Leinwand oder Folie, durch das Verschieben und Überlagern von Formen und Farben komplexe abstrakte Strukturen, die den Eindruck bewegter Oberflächen erwecken. In neuen Arbeiten befragt Eipeldauer das Entstehen von Bedeutung und ästhetischer Wirkung durch die Ordnung der einzelnen Elemente; strenge, grafisch multiplizierte Bild- und Raumanordnungen deuten einen Übergang von bildnerischen in räumliche Dimensionen an.

Thilo JENSSEN I Galerie König_2
Thilo Jenssen (KOENIG2) beschäftigt sich intensiv mit grundsätzlichen Fragen der Malerei und ihrer Erweiterung. Seine räumlichen Displays, deren Anordnung die Leinwände wie Krücken zu tragen und mit ihrem Umfeld zu verschränken scheint, zeigen die Ambivalenz von Halt und Einschränkung auf. Für viennacontemporary entwickelt der Künstler neue Arbeiten, die sich erneut mit dem Wechselspiel zwischen Statik und Perspektive befassen werden.

Freitag, 22 September, 17 Uhr

PARNASS – ZONE1
Rundgang und KünstlerInnentalks mit Florian SCHMIDT, Maria ANWANDER & Ruben AUBRECHT und Peter JELLITSCH

Florian SCHMIDT I Galerie Philipp von Rosen
Der in Berlin lebende österreichische Künstler Florian Schmidt (Philipp von Rosen Galerie) plant, bei viennacontemporary Werke aus der Serie „Proximity“ zu zeigen. Die zweidimensionalen Kompositionen aus Kartonstücken werden durch eine Holzkonstruktion zu räumlichen Objekten. Schmidt untersucht dabei das Verhältnis von (Bild-)Raum, Material und Farbe, das in einem für seine Arbeit charakteristischen Spiel mit der Wechselwirkung zwischen Zwei- und Dreidimensionalität resultiert. Auf dieses Zusammenspiel und Aufeinandertreffen der Farbflächen verweist auch der Titel „Proximity“ – Nähe, Nachbarschaft, Umgebung.

Maria ANWANDER und Ruben AUBRECHT | Galerie Lisi Hämmerle
Die in Bregenz geborenen und in Berlin lebenden Konzept- und MedienkünstlerInnen Maria Anwander und Ruben Aubrecht (Galerie Lisi Hämmerle) arbeiten anlässlich der Präsentation in der ZONE1 erneut zusammen und entwickeln ein neues gemeinsames Projekt. In ihrer Arbeit hinterfragen sie das „Betriebssystem Kunst“ und die strukturellen Bedingungen der Kunstproduktion, des Kunstmarkts und der Institutionen dahinter.

Peter JELLITSCH | Galerie Clemens Gunzer
Der Künstler Peter Jellitsch (Galerie Clemens Gunzer) nimmt für seine neue, ortsspezifische Gesamtinstallation bei viennacontemporary die Geschichte des Internets zum Ausgangspunkt. Inspiriert von Steven Brands „Whole Earth Catalog“ (1968), den Steve Jobs als Vorläufer von Suchmaschinen wie Google bezeichnete, untersucht Jellitsch in neuen zeichnerischen Arbeiten unterschiedlicher Formate die Darstellbarkeit der Informationsübertragung im Internet. Mit dem Akt des (Auf-)Zeichnens unsichtbarer Daten trifft der Künstler eine Aussage über den Status Quo der vernetzten Kontrollgesellschaft des 21. Jahrhunderts und die Bedeutung von Information als Ressource und Kapital.

Der in Berlin lebende österreichische Künstler Florian Schmidt (Philipp von Rosen Galerie) plant, bei viennacontemporary Werke aus der Serie „Proximity“ zu zeigen. Die zweidimensionalen Kompositionen aus Kartonstücken werden durch eine Holzkonstruktion zu räumlichen Objekten. Schmidt untersucht dabei das Verhältnis von (Bild-)Raum, Material und Farbe, das in einem für seine Arbeit charakteristischen Spiel mit der Wechselwirkung zwischen Zwei- und Dreidimensionalität resultiert. Auf dieses Zusammenspiel und Aufeinandertreffen der Farbflächen verweist auch der Titel „Proximity“ – Nähe, Nachbarschaft, Umgebung.

Samstag, 23 September, 15 Uhr

PARNASS – ZONE1: Marlies Wirth, Kuratorin ZONE1 im Gespräch mit Silvie Aigner, Chefredakteurin PARNASS anschließend Rundgang durch die ZONE1 mit Samuel SCHAAB und Kay WALKOWIAK

Samuel SCHAAB I unttld contemporary
Mit einer neuen, performativen Installation knüpft der Medienkünstler Samuel Schaab (unttld contemporary) an seine Arbeit mit unbelebter Materie als „Zivilisationsspeicher“ an. Die speziell für die ZONE1 entwickelten Arbeiten bilden eine prozesshafte Anordnung, die sich aus den Elementen Zeit und Veränderlichkeit konstituiert. Neben großformatigen hinterleuchteten Prints von Meteoriten wird ein schwerer Stein anhand eines auf einer 60-minütigen Tonbandaufnahme basierenden Zeitmusters verschoben. Eine Klangfläche des analogen Tonträgers wird jeweils nur dann für jenen Moment hörbar, während der Stein seine Position wechselt. Positionsmarkierungen, wie sie in Theater- und Filmproduktionen verwendet werden, verzeichnen die vergangenen Standorte des Steins und ergeben am Ende der Messedauer eine „Kartografierung des Unverrückbaren“, die als Destillat der Zeit ihr Territorium behauptet.

Kay WALKOWIAK I Galerie Zeller van Almsick
Unter dem Titel „On Painting“ wird Kay Walkowiak (Zeller van Almsick) in einer neuen raumgreifenden Installation das Machtgefüge aus Begehren und Aversion zwischen Subjekt und Kunstobjekt zur Diskussion stellen und neu verhandeln. Durch die Kunstgeschichte der Malerei traditionell mit Bedeutung belegte Primärmaterialen, wie Leinwand und Farbe, bilden die elementaren Bestandteile seiner skulpturalen Objekte, die als gesetzte Displays eine Choreografie der Referenzen auf den Formenkanon der Malerei des 20. Jahrhunderts eröffnen

 
Treffpunkt jeweils in der PARNASS / Media Talks! Area
 
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