OTTO MAUER Preisträger 2016 – Andreas Fogarasi

01.12.16

Seit 1981 vergibt der Otto Mauer Fonds den mit 11.000 Euro dotierten Msgr. Otto Mauer Preis an einen Künstler oder eine Künstlerin unter 40 Jahren. Der diesjährige Preisträger ist der in Wien lebende und arbeitende Künstler Andreas Fogarasi.

Eine fünfköpfige Jury, bestehend aus Ralo Mayer, Msgr. Otto Mauer Preisträger 2012, Gustav Schörghofer SJ, Johanna Schwanberg, Direktorin, Dom Museum Wien, Andrea van der Straeten, Universitätsprofessorin, Kunstuniversität Linz und Hans-Peter Wipplinger, Museologischer Direktor, Leopold Museum Wien, verlieh den Preis an Andreas Fogarasi, einem Künstler, der es versteht, einen kritischen Blick auf die Gesellschaft in hochästhetischen, formal ausgereiften Arbeiten zu bündeln.

Seine multimedialen Installationen weisen dabei einen starken Bezug zur Architektur bzw. zum Design des öffentlichen Raumes auf. In seinem Werk hinterfragt er immer wieder die Tradition der Formensprache in der Geschichte der Skulptur. Der Umgang mit Raum bei der Werkinszenierung spielt dabei eine besondere Rolle.
Seine Werke zeugen von einer besonderen Aufmerksamkeit für Materialien, bzw. den Umgang mit diesen. Formal treten Materialität und Information aber immer in eine gleichberechtigte Beziehung zueinander.
„Die Jury würdigt vor allem die reflektierte gesellschaftskritische Ausrichtung seiner multimedialen Werke und Installationen. Diese ist dabei immer gepaart mit einem besonderen Gespür für ästhetische Form und Ausführung. Der Künstler recherchiert präzise, setzt sich mit historischen, gesellschaftspolitischen Parametern auseinander und transformiert dokumentarisches Material in eine künstlerische Form, die zu überzeugen weiß. Ein besonderes Augenmerk legt der Künstler auf die Beschäftigung mit nicht-westeuropäischen Kontexten, wie der Türkei bzw. die kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte ehemals kommunistisch regierter Länder wie Ungarn oder Russland.“

Andreas Fogarasi
1977 in Wien geboren.
1995 bis 1999: Studium der Architektur an der Universität für Angewandte Kunst Wien
1997 bis 1999: Mitglied der Freien Klasse, einer Gruppe von Studierenden, die sich außerhalb des klassischen Ausbildungsbetriebs nach ihrem eigenen Regelsystem mit Kunstproduktion und Kunstrezeption auseinandersetzten und ästhetische und politische Formen erforschten.  
1999 bis 2003: Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Wien.
Mitherausgeber und Autor von dérive. Zeitschrift für Stadtforschung.

Aktuelle Ausstellungen
„Andreas Fogarasi – Sculpture“ bei Proyectos Monclova in Mexico City (18.11.2016–14.01.2017), „Andreas Fogarasi – Book Launch“ bei LAMOA, Los Angeles (12.11.–15.12.2016) und in der von Boris Kostadinov kuratierten Gruppenausstellung „The Errors of Beauty“ in der Nationalgalerie in Sofia (14.11.–15.12.2016). Von 13.01.–23.03.2017 präsentiert die Galerie Georg Kargl Fine Arts in Wien aktuelle Arbeiten Andreas Fogarasis in einer Einzelausstellung mit dem Titel „Exhibition/s“.
Vom 07. Dezember 2016 bis 17. Jänner 2017 präsentiert der Otto Mauer Preisträger 2016 im Rahmen der Ausstellung „Modelle“ im JesuitenFoyer, Bäckerstraße 18, 1010 Wien, ausgewählte Projekte.

 

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