Nicolas Pol – Hurts Twice As Much – OSME Gallery

03.10.15

Bisher hauptsächlich auf groß angelegte Ausstellungen unter anderem in New York, London, Paris und Istanbul fokussiert, präsentiert die im Juni neu eröffnete OSME – Gallery erstmals den französische Künstler Nicolas Pol in Wien. „Nicolas Pol ist derzeit einer der spannendsten Künstler der internationalen Szene: sein unverwechselbarer Stil, die thematische Vielschichtigkeit seiner Werke und seine provokanten Perspektiven machen ihn weltweit einzigartig.“’, sind die Galeristen Othmar Schimek und Sandra Jakovcic überzeugt. Der 1977 in Paris geborene Nicolas Pol hat an der École Nationale des Beaux-Arts und an der Sorbonne studiert. Nach erfolgreichen Ausstellungen bei Alsopp Contemporary in London wurden seine Arbeiten bei mehreren großen Soloausstellungen unter anderem in New York, London, Mailand, Istanbul und São Paulo gezeigt. Der Künstler arbeitet derzeit an einer völlig neuen Serie von großformatigen Werken, die nun aktuell in der Wiener OSME Gallery unter dem Titel „Nicolas Pol – Hurts Twice As Much“ zu sehen ist.

Pols Hauptthema ist die Beschäftigung mit der Entmystifizierung durch die moderne Welt. Sein Stil wird „poetischer Surrealismus“ genannt, seine meist großformatigen Werke sind gekennzeichnet durch dynamischen Strich, kräftige Farben und wilde Übermalungen, die kryptischen Motive sind verstörend und eindringlich. „Überschwängliche Liebe, Absurdität, Provokation – und vielleicht ein wenig kindliche Melancholie“ – so beschreibt der französische Künstler Nicolas Pol die Themen der neuen Serie. Der Titel „Nicolas Pol – Hurts Twice As Much“ entstand im Laufe von Dreharbeiten in Südfrankreich. Der aufgenommene Film dokumentiert den Schaffensprozess der Werke und wird zum Start der Ausstellung gezeigt. Auf die Frage nach den Motiven, die in der Ausstellung zu sehen sein werden, antwortet der Künstler mit der rätselhaften Beschreibung der Eigenschaften einer Speise, die für ihn Metapher für Unzulänglichkeiten und Widersprüche der menschlichen Existenz ist – der Burger: „Ich sehe den Burger als Symbol für Freude und Genuss, aber auch für Stupidität, universelle Leichtigkeit und Mord zwischen zwei Semmelhälften. Er symbolisiert die Weltherrschaft des „Junk Market“ und die Endlichkeit unseres Daseins. Ich verbinde mit ihm beinahe mütterliche Aspekte, allerdings verschwendete und verdorbene.“ Mit „Nicolas Pol – Hurts Twice As Much“ verschmilzt Pol Themen und Techniken des Post-Modernismus, der Post-Pop-Art, der Street-Art und des Grafik-Designs und nimmt den Titel als Anstoß, um ästhetisch und humorvoll ein ironisches Porträt unserer Zeit abzubilden.

Bis 20. November 2015 

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