Mahnmal für den Salzburger Residenzplatz: Internationaler Wettbewerb

15.12.16

Die Stadt Salzburg hat einen gut dotierten Wettbewerb für Kunst im öffentlichen Raum in der historischen Altstadt ausgeschrieben: Ein Mahnmal als Erinnerung an die Bücherverbrennung 1938 aus zeitgenössischer Perspektive

Am 30. April 2018 jährt sich ein finsteres Ereignis der Geschichte Salzburgs zum 80. Mal: die vom Nationalsozialistischen Lehrerbund in Eigeninitiative organisierte und mit Unterstützung von Mitgliedern der HJ und des BdM inszenierte Bücherverbrennung auf dem Residenzplatz. Rund 1.200 Bücher von politisch verfemten AutorInnen – darunter Heinrich Heine, Stefan Zweig und Else Lasker-Schüler – wurden auf einem Scheiterhaufen nördlich des Residenzbrunnens öffentlich vernichtet.

Seit 2011 erinnert eine Gedenktafel an der Sankt-Michaels-Kirche an den barbarischen Akt. Im Zuge der Neugestaltung des Residenzplatzes kann nun auch das lange geplante Mahnmal realisiert werden.

Die Stadt Salzburg lädt nun mit einem internationalen offenen Realisierungswettbewerb bis 17. Februar 2017 zur Einreichung von künstlerischen Entwürfen für ein Mahnmal auf dem Residenzplatz ein. Inhaltlich ist sowohl die künstlerische Auseinandersetzung mit dem historischen Akt der Bücherverbrennung gefordert, als auch ein Bezug zum Residenzplatz zu berücksichtigen. Mit dem Mahnmal soll ein neuer Gedenkort im Kontext der bereits bestehenden Salzburger Erinnerungskultur geschaffen werden.

Nähere Informationen zur Ausschreibung unter.

„Mahnmal Bücherverbrennung Residenzplatz“

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