Galerie Krinzinger: Maha Malluh

13.03.15
07.03.2015 bis 04.04.2015
Galerie Krinzinger
Seilerstätte 16
1010 Wien
Österreich

Öffnungszeiten:

Dienstag - Freitag 12–18.00
Samstag 11–16.00

Kontakt: 

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Tel: +43 1 513 30 06
Email: galeriekrinzinger@chello.at

 

 

 

Klotzen statt Kleckern

Mit der Saudi Arabischen Künstlerin Maha Malluh und einer ganz neuen Serie von Arbeiten von Eva Schlegel eröffnet die Galerie Krinzinger die Frühjahrssaison. Die Räumlichkeiten in der Seilerstätte platzten anlässlich der Eröffnung aus allen Nähten. Ebenso außergewöhnlich wie das internationale Publikum sind auch die künstlerischen Positionen, die hier zu sehen sind:

Eine verwandelte Objektwelt ist es, in die Maha Malluh den Besucher zieht. In „Translated“, so der Titel der Ausstellung sind Gegenstände zu sehen, die ihrer ursprünglichen Funktion enthoben sind und aus der Welt der Produktion in jene der Kunst übersetzt wurden. Große Blechtöpfe, in denen typisch arabische Speisen zubereitet wurden, hängen als ästhetisch schöne Installation an der Wand. Audikassetten sind ebenfalls zweckentfremdet zu einem Bild geordnet, und ein ganzer Raum ist voll von schwarz behandschuhten, in die Höhe gestreckten Frauenarmen, die ihre beeindruckende Wirkung nicht verfehlen. Assoziationen und Emotionen entstehen. Maha Malluh will die eingehende Erforschung sowie den Dialog mit aktuellen Herausforderungen sowohl auf globaler Ebene, also auch in ihrem Heimatland Saudi Arabien anstoßen.

Nicht minder beeindruckend ist eine Serie von neuesten Arbeiten der Tiroler Künstlerin Eva Schlegel. Neun großformatige Arbeiten lehnen an den Wänden der Galerie. Es sind Fotografien, die auf Hahnemühle Bütten gedruckt, dank entschiedener Unschärfe im Rahmen zu schweben scheinen. Es bleibt die Form, aber sie ist nur gestört lesbar. Die Darstellungen verlieren ihre realitätsnahe Gegenständlichkeit. Ein Porträt zum Beispiel, das durch das Motiv eines Vorhangs bewusst den Raum davor und dahinter thematisiert oder die aufgehende Sonne in einer der Arbeiten, die den Horizont mit rötlichem Licht bescheint, sind nur zwei der Arbeiten dessen Spiel mit Schatten und Unschärfen die Künstlerin, wie sie selbst sagt, in Zukunft noch weiter ausloten will.

Ort: