"Eiserner Vorhang" 2017/2018 | John Baldessari

18.10.17
John Baldessari, Graduation, Eiserner Vorhang 2017/2018, Wiener Staatsoper, Copyright © John Baldessari. Courtesy of the artist and Marian Goodman Gallery

Heute, am 18. Oktober 2017, wurde in der Wiener Staatsoper der temporäre Eiserne Vorhang 2017/2018 vom international renommierten amerikanischen Künstlers John Baldessari vorgestellt.

Durch die Ausstellungsreihe Eiserner Vorhang – von museum in progress konzipiert und seit 1998 in Kooperation mit der Wiener Staatsoper und der Bundestheater-Holding realisiert – wird der an sich statische Eiserne Vorhang (176 m²) jeweils für einen festgelegten Zeitraum einer Spielzeit in einen dynamischen Ausstellungsraum zeitgenössischer Kunst verwandelt (Siehe PARNASS 2/2017 Spot On Kunst & Bühne).

Die Wiener Staatsoper und museum in progress präsentieren anlässlich des 20-jährigen Projektjubiläums die Ausstellung "Curtain – Vorhang" im Marmorsaal, die erstmalig alle bisherigen Werke zeitgleich in einem Raum zeigt und die im Rahmen eines Vorstellungsbesuchs bis Anfang Jänner und ab der zweiten Februarhälfte 2018 zu besichtigen ist. In Ergänzung zu den realisierten Vorhängen wird ein assoziativ-sinnlicher Bogen zu weiterführenden medienübergreifenden Werkbezügen der beteiligten Künstlerinnen und Künstler entfaltet. Die von Kaspar Mühlemann Hartl und Alois Herrmann kuratierte Ausstellung wird im Sommer 2018 auch im "Bildraum" in Bregenz zu sehen sein. Eine umfassende Publikation – erschienen im Verlag für moderne Kunst – dokumentiert das Gesamtprojekt und inkludiert unter anderem neue Texte von Bice Curiger und Chris Dercon.

Kurzbiografie John Baldessari

John Baldessari wurde 1931 in National City, Kalifornien geboren. Er ist ein zentraler Vertreter der Konzept- & Medienkunst und zählt zu den international bedeutendsten und erfolgreichsten Künstlern. Seine zahlreichen Auszeichnungen inkludieren unter anderem den Goslarer Kaiserring (2012), den Goldenen Löwen der Kunstbiennale in Venedig für sein Lebenswerk (2009), den Lifetime Achievement Award von Americans for the Arts (2005) und den Oskar Kokoschka Preis (1996).

Große Einzelausstellungen fanden unter anderem im Städel Museum in Frankfurt (2015), im Metropolitan Museum of Art in New York (2010), in der Tate Gallery of Modern Art in London (2009), im Mumok in Wien (2005) und im Guggenheim Museum in Berlin (2004) statt. Baldessaris Werke wurden außerdem beispielsweise an der Biennale in Venedig (1997, 2003, 2009), an der Whitney Biennial in New York (1983) und an der Documenta V, VII und XIII in Kassel (1972, 1982, 2012) präsentiert.

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