Die Art & Antique Sommermesse

24.08.15

Vom 15. bis 23 August 2015 fand die Sommerausgabe der Art & Antique im Hof der Residenz statt. Eine Premiere!

Auf besonderen Wunsch vieler Aussteller wurde innerhalb von nur sechs Wochen eine kleine, aber feine Messe auf die Beine gestellt. Neun erstklassige Kunsthändler und Galerien präsentierten eine Auswahl ihrer besten Exponate in einer großen Bandbreite: Klassische Moderne, Österreichische Kunst, Pop Art oder zeitgenössische chinesische Kunst waren hier zu finden wie Antiquitäten, Ikonen oder exklusive Uhren. Und das mit Erfolg. Die Aussteller sind nicht nur mit ihren Verkäufen zufrieden, sondern erfreuten sich auch über das breitgefächerte und kunstinteressierte Publikum während der Festspielzeit.
Die Salzburger Galerie 2C FOR ART zog gleich beim Eingang mit dem Screenprint, „The Book of Love“ (1996) von Robert Indiana viele Blicke auf sich.
Die Galerie Française aus München präsentierte u.a. die „Symphonie en bleu“, eine höchst originelle, in Gouache und China-Tinte auf Karton ausgeführte Arbeit von Fernand Léger aus dem Jahr 1947 sowie eine fröhlich-bunte „Scène de campagne” (1984) von Marc Chagall, eine Arbeit aus Tusche und Pastellkreide auf Büttenpapier.
Der Spezialist für antike Ikonen, Dr. Stefan Brenske aus München, konnte Werke im 5-stelligen Bereich veräußern. Immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Ikonen zählten dieses Mal frühe russische Ikonen aus dem 16. Jahrhundert, wovon eine die „Enthauptung Johannes des Täufers“ zeigt, die andere die „Feurige Himmelfahrt des Propheten Elias“ zu den Highlights der Messe. Als glanzvolles Beispiel aus Griechenland präsentierte er ein Triptychon aus dem Ende des 18. Jahrhunderts, auf dessen Mitteltafel die Mariengeburt dargestellt war.
Bei Lilly’s Contemporary Art Exclusive Antiques erwarteten den Besucher exklusive Uhren in Kontrast zu hochkarätigen Werken der Klassischen Moderne und der Zeitgenössischen Kunst. Dazu zählten „Der Holzknecht“ von Alfons Walde und das Gemälde „Maremma“ (1986) des Künstlers Markus Prachensky. Hier begeisterten vor allem die internationalen Neukunden die Galerie.
Auch der Kunsthandel Freller zog positive Bilanz. Mit einem „Vicenza“-Blick von Oskar Laske und der „Einsamen Hausung“ von Alfons Walde sowie mit ausgewählten Schmuckstücken konnte der Händler auf der kleinen Messe punkten.
Josef Schütz, vom Kunsthandel Schütz Kunst & Antiquitäten, war von der kleinen intimen Atmosphäre begeistert. Durch die fehlende Architektur der Residenzräume waren, seiner Meinung nach, die Besucher durch das aufgestellte Zelt weniger abgelenkt und konnten sich somit länger Zeit nehmen die Werke zu begutachten. Zu sehen waren u.a. „Zwei Schnitter“ von Albin Egger-Lienz aus der Zeit zwischen 1920-1923 und das Gemälde „Die Quelle“ aus dem Jahr 1924. Dank seiner guten Kontakte und seines Engagements für die österreichische Kunst in Asien ist Josef Schütz mit seinem Chinese Department längst auch eine interessante Adresse für rezente chinesische Kunstpositionen, etwa vom 1964 in Wuhan geborenen Wang Xiaosong und dem 1957 geborenen Bildhauer Wu Shaoxiang. Gleich vier seiner chinesischen Highlights fanden einen Käufer.
Der Kunsthandel Runge, dessen Angebot von gotischen Skulpturen wie eine Originalfassung von der „hl. Katharina“ um 1500 (Süddeutsch, Lindenholz) über Oskar Mulleys Gemälde einer „Bergkapelle“ von 1937 bis zu Xenia Hausners Arbeit „After Passion“ reichte, war allgemein von der guten Stimmung angetan. Alles „sei sehr gut organisiert“ gewesen.
Prachtvolle Bauernmöbel, darunter einen Pinzgauer Kasten und eine Pinzgauer Truhe, beide aus geschnitztem Zirbenholz und im Originalzustand erhalten, stellte man bei Kunst & Antiquitätenhandel Ludwig E. Wimberger gemeinsam mit einem Pistolenpaar von Johann Adam Kuchereuter aus Regensburg sowie einer Ansicht von „Hinterstoder“ Alfred Poells aus dem Jahr 1922 aus.
Französische Möbel, etwa eine prachtvolle Louis-Quinze-Kommode aus der Zeit um 1745 und dem berühmten Ebenisten Jean-Pierre Latz zugeschrieben, konnte man beim Kunsthaus Wiesinger erwerben.
Zufriedene Aussteller, begeisterte internationale Besucher, die Art & Antique im Sommer war ein voller Erfolg und wird voraussichtlich auch im nächsten Jahr in eine neue Runde gehen.
 

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