Das Sammlerpaar Bogner überlässt dem mumok seine bedeutenden Werke von Friedrich Kiesler

12.01.17

Bei der heutigen Jahrespressekonferenz des mumok Wien gaben Direktorin Karola Kraus und das Ehepaar Gertraud und Dieter Bogner bekannt, dass zahlreiche Hauptwerke von Friedrich Kiesler an das Museum übergehen.

Seit nunmehr zehn Jahren unterstützt das Sammlerehepaar das mumok mit viel Leidenschaft. Aktuell ist die Ausstellung "Konstruktion und Reflexion" (noch bis 17. April) zu sehen. Bereits 2007 überreichten die Sammler dem mumok einen großen Sammlungsblock. Nun übergaben Gertraud und Dieter Bogner  heute, am 12. Jänner 2017, zahlreiche Hauptwerke des österreichisch-amerikanischen Architekten, Künstlers, Bühnengestalters, Designers und Theoretikers Friedrich Kiesler an das Museum. Diese bleiben als Dauerleihgabe des mumok in der Betreuung der Österreichischen Friedrich und Lillian Kiesler Privatstiftung und können – wie schon seit vielen Jahren – in deren Räumen eingesehen werden.

„Wir sind überzeugt davon, dass die Bedeutung und der Stellenwert der von uns an das mumok gestifteten Werke Friedrich Kieslers durch die vertraglich vereinbarte inhaltliche und fachliche Kooperation zwischen dem mumok und der österreichischen Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung zur vollen Entfaltung kommen wird. Uns ist es wichtig, dass durch die Erweiterung der Schenkung von 2007 durch die Kiesler-Bestände die konzeptionelle Einheit unserer über Jahrzehnte entwickelten Sammlung gewährleistet wird. Gleichzeitig ist es uns wichtig, dass das Kiesler-Archiv mit diesen wichtigen Werken arbeiten und sie der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen kann“, erläutern Gertraud und Dieter Bogner ihre Entscheidung.

Ausstellungsprogramm mumok 2017
Das Ausstellungsprogramm 2017 beginnt mit einer Neuaufstellung der mumok Sammlung, kuratiert von der Künstlerin Jakob Lena Knebl. Unter dem Titel „Oh… Jakob Lena Knebl und die mumok Sammlung“ arrangiert sie die Werke der klassischen Moderne und der 1970er-Jahre neu und bringt mit Mut zum Exzentrischen eigene, neu konzipierte Arbeiten ein. Zeitgleich eröffnet „Small Room“ eine Personale der britischen Künstlerin Hannah Black. Ihre junge, dezidiert feministische Position leitet über zu den historischen, feministischen Arbeiten aus der SAMMLUNG VERBUND, deren aktuelle Ausstellungstournee „Feministische Avantgarde der 1970er-Jahre aus der SAMMLUNG VERBUND“ ab Mai unter dem Obertitel WOMAN im mumok, erweitert um Neuankäufe österreichischer Positionen gezeigt wird. Mit der Personale von Martin Beck würdigt das mumok im Sommer 2017 einen österreichischen Gegenwartskünstler. Gleichzeitig präsentiert Beck seinen eigenen Blick auf die mumok Sammlung und zeigt seine Auswahl auf der Eingangsebene des Hauses. Des Weiteren hat das mumok über den Sommer mit Fischerspooner einen der prominentesten Vertreter internationaler Popkultur eingeladen: Das Duo, bestehend aus Casey Spooner und Warren Fischer, präsentiert sein schillerndes, verspieltes, queer-lustvolles und mit unzähligen popkulturellen Referenzen angereichertes Universum in Form einer großen Rauminstallation.

Nach einer erfolgreichen Premiere im letzten Jahr wird auch 2017 der gemeinsam von der Kapsch Group und dem mumok ausgelobte Kapsch Contemporary Art Prize verliehen. Das Jahr schließen zwei große Themenausstellungen ab: In der Gruppenausstellung Naturgeschichten befassen sich die eingeladenen Künstler mit Darstellungen von Natur in Bezug auf gesellschaftliche Prozesse und zeitgeschichtliche Ereignisse. Und wie schon 2015 mit der Ausstellung „Ludwig Goes Po“p wird eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der Geschichte des mumok mit einer großen Ausstellung einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt: der Sammler Wolfgang Hahn, dem das mumok seine Bestände an Werken des Nouveau Réalisme, Fluxus, Happening und der Konzeptkunst zu verdanken hat.

Dank der großzügigen Unterstützung durch das mumok Board werden ab 2017 alle Eröffnungen auch im Café Hansi von Hans Schabus gefeiert. Erstmalig wird die mit Kuriositäten zum Allerweltsnamen Hans ausstaffierte Bar am 16. März 2017 in Betrieb genommen.

 

 

 

 

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