Cécile B. Evans im Mumok

16.04.18
Cécile B. Evans, Production Still: AMOS‘ WORLD, 2017 | Credit: Yuri Pattison

Wie passen Individualität und Netzwerkdenken im digitalen Zeitalter zusammen? Kann man sich innerhalb von Strukturen bewegen und zeitgleich eigene Wege gehen? Cécile B. Evans übersetzt Emotionen gegenwärtiger Gesellschaften in eine Sprache, die wir wie kaum eine andere verstehen – die TV-Serie.

 

Einer Studie der Mediaagentur Mindshare zufolge verbrachten Österreicher im vergangenen Jahr im Schnitt über 13 Stunden täglich mit der Nutzung diverser Medien. Neben dem an erster Stelle genannten Smartphone spielen Streamingdienste eine zentrale Rolle im Alltag vieler Konsumenten. Auch die amerikanisch-belgische Künstlerin Cécile B. Evans mag Netflix-Serien. Viele ihrer Arbeiten spielen mit der Ästhetik des sozialen Zuschauens und Eintauchens in eine Parallelrealität. Mit AMOS’ WORLD gestaltet sie nun eine eigene Mini-Serie in drei Episoden – die erste wird gerade im Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (mumok) gezeigt. Der filmischen Arbeit begegnet der Besucher in einer eigens für die Ausstellung konstruierten architektonischen Struktur: fünf Mini-Kuben in einem Netzwerk. So spiegelt sie das Thema ihres Films auch in die Realsituation des Ausstellungsbesuchers. In jeder der fünf Zellen kann man es sich ganz für sich allein gemütlich machen, doch es knarrt und knattert von oben, unten und den Seiten, wo andere Besucher temporär zu Nachbarn werden.

... lesen Sie die vollständige Rezension ab 24. Mai 2018 in unserer nächsten Ausgabe!

 

Cécile B. Evans
AMOS’ WORLD: Episode One
bis 1. Juli 2018
mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

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