Cate Blanchett in Julian Rosefeldts Manifesto – Villa Stuck München

11.02.17

Julian Rosefeldt (geb. 1965) ist neben seinen fotografischen Werken vor allem durch aufwendig inszenierte Filme bekannt geworden. Mit der 13-teilige Filminstallation Manifesto schuf er eine Hommage an die bewegte Tradition und literarische Schönheit von Künstlermanifesten und befragt nicht zuletzt die Rolle des Künstlers in der heutigen Gesellschaft. Mit großer Polemik wenden sich diese Texte gegen althergebrachte Konventionen und fordern eine Erneuerung der Kunst. Manifesto greift auf zahlreiche Originaltexte zurück, die von Vertretern des Futurismus, Dadaismus, Fluxus, Suprematismus, Situationismus bis hin zu Dogma 95 – von Künstlergruppen ebenso wie von einzelnen Künstlern, Architekten, Tänzern oder Filmemachern – verfasst wurden. Hauptdarstellerin aller Episoden ist die australische Schauspielerin Cate Blanchett; sie spielt in beeindruckender Weise 13 Charaktere von der Börsenmaklerin über die Grundschullehrerin bis hin zur Punkerin und zum Clochard. Sie stellt nicht nur ihre enorme Wandlungsfähigkeit unter Beweis, sie verleiht zudem den Originalschriften eine eigene performative Kraft . Zu sehen ab 16. Februar in der Villa Stuck München.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit der Sammlung Goetz statt, die bereits die Entstehung der Filminstallation Manifesto durch einen frühen Ankauf gefördert hat.

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