Alfons Walde – eine Sonderschau bei Kunsthandel Freller Linz

29.07.17

Die Arbeiten von Alfons Walde scheinen allgegenwärtig und in der österreichischen Messelandschaft omnipräsent. Motive, wie der „Aufstieg der Skifahrer“, die Tiroler Berglandschaft im Schnee oder das dörfliche Leben hat er öfters gemalt. Alfons Walde ist bei Sammlern hochgeschätzt – und in der Kunstszene oft unterschätzt, da man das Werk bereits zu kennen glaubt. Ein Besuch der Ausstellung „Alfons Walde“ in den großzügigen Galerieräumen von Kunsthandel Freller in Linz ist daher dringend zu empfehlen. Die Schau der Sonderklasse, wie die Galerie zu Recht ihre Ausstellung bewirbt, zeigt 20 Werke des Künstlers von allerhöchster Qualität – Museumstücke – die auch die subtile malerische Könnerschaft Waldes dokumentieren. Zu sehen sind frühe Arbeiten wie das kleine „Damenbildnis“ von 1918 – eine Mischtechnik auf Papier – sowie eine Reihe von Arbeiten aus den 1930er-Jahren. Viele von ihnen haben auch eine besondere Provenienz oder Widmung. Auf der hochformatigen Tafel „Bauernsonntag“ von 1937 ist noch ein Etikett vorhanden, mit einer Widmung von Waldes Schwester Berta: „Mit Freude habe ich den schönsten Bauernsonntag gesehen, den mein Bruder gemalt hat.“, datiert 5.8. 1983. Vergleicht man das Bild mit anderen Kompositionen zum selben Thema, versteht man ihre Begeisterung. Den die Tafel ist von besondere Qualität in der malerischen Ausführung. Ebenso beeindruckend auch das große Bild „Einsame Hausung“, von 1928. Auch ein Motiv, das Walde öfter gemalt hat. In der Ausstellung ist auch eine kleinere Ausführung davon zu sehen. Gerade der Vergleich zeigt jedoch die Besonderheit der 1928 entstandenen Version in der Ausführung und Bildkonzeption.

Walter Freller bemüht sich seit Jahren um die Vermittlung von Werken des Kitzbühler Malers. Und so ist im Laufe der Zeit eine umfangreiche Werkschau und Kompetenz gewachsen. Kunsthandel Freller ist demnächst auch präsent auf der ART&ANTIQUE vom 12. bis 20. August 2017, Residenz Salzburg

Alfons Walde
Alfons Walde wurde am 8.Februar 1891 in Oberndorf-Tirol geboren. Er studierte an der Technischen Hochschule in Wien Architektur und belegte nebenbei Kurse in Freihandzeichnen, Aktzeichnen und Aquarellieren. Durch die Einführung in die Kreise der Wiener Avantgarde jener Zeit lernte er Albin Egger- Lienz, Gustav Klimt und Egon Schiele kennen. Vor allem die in den 1930er-Jahren etablierten Darstellungen aus dem Tiroler Alltag und Bauernleben sowie die Schneelandschaften im Gebirge machten ihn bekannt.
Alfons Walde verstarb am 11.Dezember 1958 in Kitzbühel.

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