AKTUELLE AUSSTELLUNGSERÖFFNUNGEN

10.01.17

 

Am Donnerstag, 12. Jänner 2017, startet der erste Eröffnungsreigen der Wiener Galerien im Neuen Jahr. Hubert Winter zeigt unter dem Titel „Ungesehenes“ eine Auswahl bisher unveröffentlichter Arbeiten aus dem Nachlass von Birgit Jürgenssen. Die Ausstellung zeigt einmal mehr den enzyklopädischen Ansatz und die Vielfältigkeit der Künstlerin, sowohl inhaltlich wie auch in ihrer Formensprache. Einen besonderen Schwerpunkt legt Hubert Winter auch auf den mit von ihr stets betonten literarischen Ansatz ihrer Kunst. Für Jürgenssen sei es "unmöglich gewesen zu zeichnen, ohne ein Stück Literatur im Kopf zu haben". Leider wurde das Werk der Künstlerin im vollem Umfang erst posthum, nach dem viel zu frühen Tod 2003, durch Ausstellungen und Kataloge bekannt. Gabriele Senn eröffnet eine Personale von Hans Weigand. Das Werk des in Wien lebenden, 1954 in Tirol geborenen Künstler ist interdisziplinär bestimmt und umfasst digital generierte Malerei, Grafik und Skulptur bis hin zur Rauminstallation, sowie druckgrafische Überarbeitungen der Leinwand. Ebenso an diesem Abend Vernissage bei Christine König Galerie mit der von Andreas Duscha kuratierte Schau "Black Magic". Die Gruppenausstellung präsentiert Arbeiten von Walead Beshty, Gwenneth Boelens, Olivia Coeln, Marta Djourina, Barbara Hainz, Renato Leotta, Alexandra Navratil und Christoph Weber. Gleichzeitig eröffnet die Galerie den Raum KOENIG2 by_robbygreif
in der Margartenstraße 5 mit Ovidiu ANTON, Alec BĂLĂŞESCU: "Miroase a Paradies–Über Damals, Jetzt und die Freiheit"
 

Am 17. Jänner eröffnen in der Gluckgasse, bechter kastowsky galerie mit Philip Patkowitsch und Galerie Frey mit Roberto Almagno zwei interessante Solopräsentationen. Philip Patkowitsch, geboren 1981 in Zell am See, Preisträger des STRABAG Artaward International 2013, ist mit neuen Zeichnungen und Druckgrafiken erstmals bei bechter kastowsky präsent. In seinen verfremdeten Porträts, an der Schnittstelle zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, den adaptierten und zeichnerisch umgesetzten Zitaten und Filmtiteln entwickelt Patkowitsch eine mehrdeutige, dunkle Bildsprache. Beharrlich und nicht frei von Ironie lotet er die Grenzen des Mediums aus. Die Galerie Frey vertritt den in Rom lebenden Roberto Almagno seit längerer Zeit und zeigt unter anderem in ihren Galerieräumen in Salzburg eine beeindruckende Einzelausstellung. Almagno arbeitet ausschließlich mit dem Medium Holz, das er in und um die italienische Hauptstadt sammelt. „Meine Skulpturen sind irgendwo zwischen der Suche nach Perfektion und dem Bewusstsein der Fragilität zu verorten“, beschreibt der Künstler seine Arbeiten, die sich mit beeindruckender Leichtigkeit jedoch großer Präsenz in den Raum einschreiben. Ebenso am Donnerstag eröffnet die Galerien Janda und Crone, mit Einzelausstellungen von Adriana Czernin und Antony Valerian. Unter dem Titel „Diamond Dick“ zeigt Crone neue, meist großformatige Leinwand-Arbeiten des deutschen Künstlers. Valerian, 1992 in Hamburg geboren, studierte bei Daniel Richter an der Akademie der bildenden Künste in Wien Malerei. Seine Arbeiten erzielen „durch ihre Mischung aus Melancholie, Sanftmut und Brachialgewalt eine ganz besondere, einzigartige Wirkung“, so der Kurator Markus Schneider. „In den Motiven blickt das Urbane wehmütig auf die Natur und die Natur sehnsüchtig auf die Großstadt. Es entsteht ein flirrendes, hellsichtiges Gefühl der Gleichzeitigkeit von Jetzt und Immer.“ Ausgangspunkt für die in der Galerie Janda präsentiert aktuelle Werkserie von Adriana Czernin ist ein Fragment eines islamischen Ornaments aus der Ibn Tulun-Moschee in Kairo aus dem 13. Jahrhundert. Anders als in ihren früheren Arbeiten, in denen die Künstlerin Ornamentales einer weiblichen Figur oder einer nicht-menschlichen, oft expressiven Figuration gegenübergestellte, befasst sie sich nun ausschließlich mit einem geometrischen Ornament und damit verbundenen Themen, wie Fragen von Funktion, Repräsentation und politischer Dimension.

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