125 Jahre Kunsthistorisches Museum Wien

14.12.15

Mit dem Beginn der Ringstraßenplanungen 1857 sah man sich erstmals in der Lage, die kaiserlichen Sammlungen in einem angemessenen, eigenständigen und mit moderner Hänge- und Gebäudetechnik ausgestatteten Neubau zu präsentieren. Im Jahr 1867 kam es zu einem Bauwettbewerb, an dem die in Wien tätigen Architekten Theophil Hansen, Moritz von Löhr, Heinrich von Ferstel und Karl von Hasenauer teilnahmen. Da sich Jurymitglieder und Bauherr über Monate hinweg nicht auf eines dieser Projekte einigen konnten, bezog man 1868 den im Museumsbau erfahrenen und international anerkannten Gottfried Semper in das Projekt mit ein. Auf kaiserlichen Wunsch hin führte er die Entwürfe Hasenauers in ein mehrheitsfähiges und baureifes Stadium. 1871 begann man mit den Bauarbeiten für die Museen, 20 Jahre später, also vor fast 125 Jahren, am 17. Oktober 1891, eröffnete Kaiser Franz Joseph das Kunsthistorische Museum Wien.

Aus diesem besonderen Anlass findet eine große Sonderausstellung zum Thema „Festkulturen“ statt, an der sich alle Sammlungen des Hauses beteiligen. Internationale Leihgaben wie Francisco de Goyas „La gallina ciega“ aus dem Prado in Madrid oder das Designer-Outfit „Yashmak“ von Shaun Leane für Alexander McQueen aus dem Victoria & Albert Museum in London werden die Schau zusätzlich bereichern.
Dargestellt werden verschiedene Aspekte von europäischen Festkulturen. Im Zentrum der Ausstellung steht das Festmahl mit Essen, Trinken, Tanzen und Musizieren mit besonderem Fokus auf habsburgische Residenzen. 

Das Jahr 2016 steht beim Kunsthistorischen Museum Wien nun ganz im Zeichen dieses Jubiläums. Unter dem Motto »Museum für Alle« wird ein ganzes Jahr lang gefeiert, geforscht, präsentiert und vermittelt.
Und auch die Besucher dürfen sich freuen! Das Kunsthistorische Museum schenkt allen Besuchern zu ihren Geburtstag freien Eintritt. Und dazu wird es noch einige Überraschungen und Angebote im Haus geben.

PARNASS gratuliert herzlich!

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