10. ART AUSTRIA im Gartenpalais Liechtenstein

10.03.17
10. ART AUSTRIA im Gartenpalais Liechtenstein
24.03.2017 bis 26.03.2017
Gartenpalais Liechtenstein
Fürstengasse 1
1090 Wien
Österreich

Öffnungszeiten:

Fr: 11 – 21 Uhr
Sa – So: 11 – 18 Uhr

Vom 24. bis 26. März findet die 10. Art Austria im Gartenpalais Lichtenstein statt. Die Art Austria 2017 versammelt Ausstellerinnen und Aussteller, die ihren Fokus bei der Messepräsentation auf Künstler und Künstlerinnen aus Österreich setzen.

Nach sechs Jahren im Leopold Museum hat man mit dem Gartenpalais Lichtenstein im neunten Wiener Gemeindebezirk eine "langfristige, perfekte Lösung" gefunden, betonte Vanecek-Pelz, die die "Art Austria" gemeinsam mit Wolfgang Pelz veranstaltet. Das Palais mit seiner prächtigen Gartenanlage ist seit über 300 Jahren ein Hort der Kunst. Die Architektur und die einzigartige Lage im Zentrum Wiens verleihen diesem Platz ein ganz besonderes Flair.

43 Aussteller werden auf zwei Etagen des Gartenpalais Liechtenstein insgesamt ca. 1.400 Arbeiten aller Genres der Kunst des 20. Jahrhunderts bis hin zur Gegenwart zeigen.

Dass die Art Austria im Gartenpalais Liechtenstein stattfindet, das gleichzeitig eine der bedeutendsten Privatsammlungen der Welt, nämlich jene des Fürsten von Liechtenstein beherbergt, unterstreicht den hohen Qualitätsanspruch in der Messepräsentation.

Die Art Austria ist besonders in diesem Jahr von großem Interesse, da sie sich in den historischen Räumen des Gartenpalais Liechtenstein neu positioniert – denn diese Räume haben lange Zeit das Museum Moderner Kunst beherbergt. Die räumliche Situation ist äußerst interessant und geeignet den Fokus auf österreichische Kunst zu setzen.

Die Art Austria ist eine Kunstmesse, bei der man Jahr für Jahr sehr viel Neues entdecken kann. Die Messe ist eine der wenigen Kunstveranstaltungen in Österreich, bei der sich Kunsthandel und Galerieszene an einem Messeplatz zu einem Termin treffen.
Diesem Mix wird auch in der Messearchitektur Rechnung getragen. So finden sich im barocken Saal ein Bereich, in dem sich Kunsthändler besonders wohl fühlen; das Erdgschoß, und im erweiterten Rahmen die Halle, bleibt den besten heimischen Galerien vorbehalten.

43 bedeutende Aussteller

Auch Galerien von Weltrang, die bei bedeutenden Messen wie zum Beispiel der Art Basel ausstellen, wie die Galerie Krinzinger und Galerie nächst St. Stephan, sind vertreten. Die Galerie Krinzinger überzeugt mit einem Aufsehen erregenden Stand, der von dem Künstler-Duo Hanakam & Schuller gestaltet und von Angela Stief kuratiert wurde. 

Der Messe-Mittelpunkt im Erdgeschoß ist eine beeindruckende Gegenüberstellung der prunkvollen Kutsche aus dem Jahr 1738 mit zeitgenössischer Kunst: Die von Fürst Joseph Wenzel I. von Liechtenstein für seinen offiziellen Einzug als Botschafter Kaiser Karls VI. in Paris (und Versailles) beauftragte Kutsche bildet einen überaus spannenden Kontrapunkt zum Werk von Lichtkünstlerin Brigitte Kowanz, die Österreich auch bei der Biennale vertreten wird.
 Die auf der Art Austria zu sehenden Werke tragen die Titel "Cognition" "Extension" und "Outshine". 
Die drei Neonschriftzüge basieren auf der Handschrift der Künstlerin. Diese entfernt sich darin stark von der Lesbarkeit. Die Schriftzüge changieren zwischen Lesbarkeit und Unlesbarkeit. Es geht Kowanz in diesen Arbeiten um die Auseinandersetzung mit Linie, Rhythmus und auch Codierung. Sie interessiert sich für Übersetzungs- und Transformationsvorgänge.

Ihr gegenüber präsentiert Galerie nächst St. Stephan neueste Arbeiten von Herbert Brandl.

Herbert Brandls Bilder beeindrucken durch starke Präsenz, Originalität und Kraft der Farbgebung, seine Malerei oszilliert auf dem schmalen Grat zwischen Abstraktion und Figuration. Seinen Berg-, Wald-, Fluss- oder auch Hyänenbildern stehen immer auch luftige, farbig leuchtende, abstrakte Kompositionen gegenüber. Wenn Herbert Brandl Natur und ihre Stimmungen ins Spiel bringt, berühren sich Malerei und Natur in Momenten wie Licht, Bewegung, der fortdauernden Energie und der Zeit. Im Ergebnis beeindrucken seine Werke durch Räumlichkeit, Atmosphäre und Lichtstimmung, sie sind kompakte, visuelle Ereignisse von großer malerischer Freiheit und visionäre Bilder von imaginärer Tiefe.

Galerie MAM Mario Mauroner zeigt einen spektakulären 15-Tonnen-Bagger, inszeniert von Markus Hofer, eine Arbeit die eigens für die Art Austria angefertigt wurde. Markus Hofers Arbeiten werden auch international immer mehr rezipiert. Zuletzt erhielt er den "Directors Award" bei "Sculpture on the Sea" in Perth/Australien.

Baha Fine Art Kunsthandel zeigt Friedensreich Hundertwassers "Flucht des inneren Himmels", eine äußerst selten gezeigte 1975 entstandene Arbeit in Mischtechnik.

Die Galerie bei der Albertina Zetter setzt mit ihrer Präsentation auf der Art Austria ganz auf die "Klassiker" der Avantgarde nach 1945 und auf die Zeitgenössische Kunst. Max Weiler, Markus Prachensky und Gunter Damisch stecken den Bereich ab, innerhalb der sich die Abstraktion in Österreich entwickelt hat.

Bei Galerie Sylvia Kovacek können heuer neue Arbeiten der Künstlerin Sabine J. Wiedenhofer bewundet werden. Die Künstlerin ist nicht nur in Österreich sehr erfolgreich unterwegs: bei der Biennale-Sonderschau "Glasstress" in Venedig werden ihre neuesten Glas-Arbeiten gemeinsam mit internationalen Kunststars wie Aiweiwei, Tony Cragg oder Erwin Wurm gezeigt.

TEFAF-Teilnehmer Johannes Faber präsentiert mit Irene Andessners "Donne Illustri" einen spannenden Gegenentwurf zum venezianischen "Saal der berühmten Männer" (Sala degli Uomini Illustri), wo 10 Ölgemälde von Giulio Carlini (1826-1887) hängen. Dessen postum gemalte Porträts der berühmten Venezianer – von Marco Polo über Tizian bis Goldoni – konfrontiert Irene Andessner mit zehn Venezianerinnen, darunter der Stadt berühmteste Komponistin (Barbara Strozzi), Malerin (Rosalba Carriera) und teuerste Kurtisane (Veronica Franco).

Ein weiteres Top-Highlight der Messe ist der von Dagmar Chobot kuratierte Skulpturengarten, der vor dem Gartenpalais sein Platz einnimmt. Insgesamt 20  Skulpturen von Weltrang hat die Kuratorin und ausgewiesene Expertin ihres Fachgebiets für die 10. Art Austria ausgesucht, darunter Meisterwerke, die schon lange nicht mehr in der Öffentlichkeit zu sehen waren.

Mit Skulpturen unter anderem von Walter Moroder, Josef Pillhofer, Andreas Urteil, Peter Dörflinger, Bruno Gironcoli, Andreas Reiter Raabe und Joannis Avramidis.

Kunstprojekt anlässlich der 10. Art Austria von Johannes Angerbauer-Goldhoff

Johannes Angerbauer-Goldhoff (Jahrgang 1958), vertreten vom Kunsthaus Wiesinger, studierte 1977-1982 Metallplastik bei Prof. H. Gsöllpointner und Bildhauerei bei Prof. E. Reiter an der Kunstuniversität Linz.

Beim Kunstprojekt anlässlich der 10. Art Austria 2017 werden 10 aktuelle Messeplakate im Format A2 zum Träger. Die Plakate werden mit Gold beschichtet und vom Künstler durch Abschaben zur Kunst erhoben.


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